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Vorherrschend sind hier Buchen und Traubeneichen auf den Höhen und Hängen. Kiefern, Stieleichen und Birken finden sich in den sandigen Niederungen. An Bachläufen und Feuchtgebieten begegnen uns vornehmlich die Erle, Linde und Esche sowie der Ahorn. Besonders hervorzuheben sind die weltweit geschätzten Spessarter-Funiereichen. Geologisch gesehen ist der Spessart ein recht junges Gebirge. Das Grundgebirge bildete vor 500 bis 700 Millionen Jahren kristallines Gestein, das im nordwestlichen Spessart zu Tage tritt. Das Kommen und Gehen von Meeren hinterließ bis vor 200 Millionen Jahren Ablagerungen, die heute das bis zu 400 m mächtige Deckgebirge aus Buntsandstein bilden. Umwelteinflüsse und Erosion gaben dem Spessart sein heutiges Aussehen mit Plateau und tief eingeschnittenen Tälern. Die Ton- und Lehmschichten verhindern ein schnelles Versickern des Wassers und machen den Spessart zu einem Quellen reichen Mittelgebirge. Die höchste Erhebung ist der Geiersberg mit 586 m. Während im Innern Nährstoffarmer Boden vorherrscht sind an den Randlagen zum Main hin die Böden ertragreicher. Der Spessart war bereits in der Bronze- und Eisenzeit besiedelt, was Funde und Hügelgräber belegen. Vereinzelt wurden von den Kelten auch Fliehburgen angelegt. In der Römerzeit war der Spessart nicht von ihnen besetzt. Die Grenze des damaligen Römischen Reiches bildete der "Nasse Limes". Dieser führte von Hanau über die Kastelle Seligenstadt, Stockstadt, Niedernberg, Obernburg, Wörth, Trennfurt und Miltenberg am Main entlang. Im Folge der Völkerwanderung im 3.Jahrhundert n. Chr. wurden die Römer von den Alemannen verdrängt. Nach der erfolgreichen Christianisierung bildeten sich im Spessart Bannforste der verschiedenen Bistümer, wobei das Erzbistum Mainz den größten Teil besaß. Dies verhinderte eine weitgehende Besiedelung des Spessarts. Erst im 12. und 13. Jahrhundert entstanden in den Tälern Siedlungen. Bis ins 9. Jahrhundert dagegen reichen die Gründungen der Städte Gelnhausen, Seligenstadt, Aschaffenburg und Neustadt a.M. durch Pipin und Karl dem Grossen zurück. 900 Jahre lang, bis zur Säkularisation 1803, verwalteten kirchliche Instutionen das Spessartinnere. Nach dem Wiener Kongress (1814/15) gelangte der Spessart an Bayern. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden in den Wäldern Glashütten aus denen sich Ortschaften (Wiesthal, Weibersbrunn, Heigenbrücken usw.) bildeten. Auch waren Fuhrleute aus Frammersbach in ganz Europa unterwegs und sehr begehrt. Trotzdem blieb der Spessart bis ins 20. Jahrhundert hinein ein Armenhaus. Erst nach dem 2. Weltkrieg verbesserte sich die wirtschaftliche Lage der Bewohner erheblich. Heute zeigt sich der Spessart als ein ideales Erholungs- und Wandergebiet mit abwechslungsreichem Angebot für Jung und Alt. Verkehrsmäßig wurde der Spessart schon früh von so genannten Altstrassen, damals wichtige Handelswege, durchzogen. Die wichtigsten waren der Eselsweg und die Birkenhainer Strasse. Heute sind sie gern gelaufene Fernwanderwege. Seit den 50er Jahren durchquert die Autobahn A 3 Frankfurt - Würzburg den Spessart. Außerdem führen die ehemalige Bundesstrasse 8, die B 26, sowie die "Deutsche Ferienstrasse Alpen - Ostsee" durch und über die schönen Wälder und Täler.
Als Kartenmaterial empfehle ich die Fritsch Wanderkarten Blätter 98 und 99 Spessart Nord und Süd im Maßstab 1:50.000, sowie im Maßstab 1:100.000 von Ravenstein Blattnr. 6911.
Nun wünsche ich Euch viel Spass bei den Touren und schreibt mir Eure Eindrücke und Vorschläge ins Gästebuch oder an mich. |