Letzte Aktualisierung: 23.06.2009 |
Es ist Aufgabe des Archäologischen Spessart - Projekts, den Spessart in seiner naturräumlichen Ausdehnung wissenschaftlich zu erforschen, seine archäologischen Bodendenkmäler zu erfassen, auszuwerten und zu erschließen. Es soll das historische Selbstverständnis fördern und den Bewohnern wie Besuchern nahe bringen. Vor allem beschäftigt sich das ASP mit der Kulturlandschaft Spessart. Abseits der Klischees von Wald, Armut und Räubern, erweist sich der Spessart als eine Landschaft, die schon seit der Jungsteinzeit vor fast 8.000 Jahren vom Menschen geprägt und geformt wurde. Menschliche Aktivitäten führten zu massiver Erosion, veränderten die Zusammensetzung der Vegetation und drängten den Wald zurück. Große Teile des Spessart waren zeitweise regelrecht entwaldet, die bewaldeten Flächen wurden intensiv genutzt und veränderten dabei ihr Aussehen dramatisch. In manchen Spessartorten herrschte im 18. und 19. Jahrhundert regelrechte Holznot. Die gezielte Wiederaufforstung seit der Mitte des 18. Jahrhunderts und der Rückgang der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert ließ den Spessart wieder zu einem weitgehend bewaldeten Gebiet werden. Dennoch haben sich viele Zeugnisse der Ausbeutung dieser Landschaft durch den Menschen erhalten, die es erlauben die Entwicklung der Landschaft durch die Jahrhunderte und Jahrtausende zu verfolgen. In enger Kooperation mit Universitäten und Forschungsinstituten erforscht das Archäologische Spessart - Projekt diese Spuren in der Landschaft und bemüht sich um eine Kulturgeschichte des Spessart. Es bemüht sich auch um die Darstellung dieser Ergebnisse durch Kulturwege, Folder, Publikationen, Ausstellungen und via Internet.
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